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UPDATE: Ankündigung: Fragen an IHK Prüfer für Medienfachwirte / Industriemeister
0UPDATE: Das Interview hat gestern stattgefunden und war super interessant. Jetzt muss das Gespräch noch aufbreitet werden. stay tuned…
Wie bereits auf der Facebook Fanpage angekündigt, haben wir diese Woche die Gelegenheit mit einem IHK Prüfer für Medienfachwirte / Industriemeister ein Interview zu führen. Ihr habt nun die Gelegenheit hier im Blog oder auf der Fanpage eure Fragen zu hinterlassen. Wir werden diese direkt weiterleiten und so hoffentlich ein knackiges und spannendes Gespräch mitbringen.
Hier die bereits gestellten Fragen:
Serie Gesamtkonzeption – Teil 1: Aufgabenstellung verstehen
1WICHTIG:
„Diese Serie gibt nur Tipps zu einer möglichen Vorgehensweise zur Bearbeitung der Gesamtkonzeption und stellt auf keinen Fall eine Musterlösung dar. Die Serie ersetzt auch keinen Unterricht oder irgendwelche Lehrbücher. Das hier Geschriebene sind nur persönliche Erfahrungswerte und können auch gerne in den Kommentaren kritisiert, hinterfragt und diskutiert werden.
Wichtig ist auch, dass du die aufgestellten Thesen, bzw. Tipps und Herangehensweisen in dieser Serie mit deinem Dozenten/Betreuer besprichst. Nicht jeder Bildungsträger ist gleich und vor allem ist nicht jeder Dozent/Betreuer gleich. Am besten während des Vorbereitungskurses eine Probearbeit zusammen mit euren Dozent/Betreuer durchsprechen, denn spezifische Fragen während der 30 Tage Bearbeitungszeit werden von den meisten Bildungsträgern nicht beantwortet. Solltest du einen Fernlehrgang machen, kannst du auch entsprechende Fragen, z.B. nach Probearbeiten oder Probeaufgaben, etc. unter Medienfachwirt-Portal.de/fragen stellen.
Ich übernehme keinerlei Garantie auf Richtigkeit oder auf eine gute Note, wenn ihr euch an diese Tipps haltet.“
10 Tipps zur Erstellung der Gesamtkonzeption
7Nach den schriftlichen Prüfungen steht die Gesamtkonzeption ins Haus. Hier soll man nachweisen, dass man ein Medienprojekt selbstständig durchführen kann. Dafür bekommt man eine Aufgabe von seinem Bildungsträger, z.B. IHK gestellt. Diese Prüfung ist also nicht zentral von einem Prüfungsausschuss gestellt worden und kann daher von Bildungsträger zu Bildungsträger sehr unterschiedlich sein. Zur Bearbeitung hat man 30 Tage Zeit und der Umfang der Arbeit darf maximal 30 Seiten ohne Anhang betragen.
Ich möchte hier ein paar Tipps zur Erstellung der Gesamtkonzeption geben. Meine Erfahrungen beziehen sich nur auf die IHK Akademie Nürnberg – es kann bei euch also anders ablaufen…
1. Durchlesen! (auch zwischen den Zeilen lesen)
Man bekommt meist ein Blatt mit einer Ausgangssituation und ein Blatt mit Fragestellungen dazu, die auf jeden Fall in der Gesamtkonzeption bearbeitet werden sollten. Die Ausgangssituation baut sich meist wie folgt auf:
- Man arbeitet in einer Full-Service Agentur als Projektleiter
- Es wird ein Kunde beschrieben, z.B. ein Weinhändler aus dem Raum Würzburg
- Der Kunde hat Probleme, z.B. Absatz sinkt, Kunden überaltern, neue Marktposition, neue Zielgruppen erschließen etc.
- Der Kunde möchte die Probleme auf eine bestimmte Art und Weise lösen, z.B. einen Online-Shop, eine Homepage, einen Katalog, eine Landing Page, etc. erstellen
- Zusatzaufträge, z.B. er möchte eine Online-Befragung oder ein Gewinnspiel durchführen. Oder Give-Aways verteilen und Postkarten / Flyers drucken, etc.
Wichtig ist hierbei auch weitere versteckte Details oder auch Fallen zu erkennen, die in der Arbeit berücksichtigt werden sollten. Also auch zwischen den Zeilen lesen.
2. Unklarheiten beseitigen
Oftmals versteht man bei der Ausgangssituation etwas nicht. Oder anders ausgedrückt – die Aufgabensteller geben sich Mühe bestimmte Sachen offen zu lassen.
Hier bleiben nur zwei Möglichkeiten:
1. Man fragt bei seinem Bildungsträger nach. Am besten mit anderen Studenten zusammen, dann ist der Druck größer. (Aus eigener Erfahrung kann ich leider nur sagen, dass man dabei meist nicht die erhofften Antworten erhält.)
2. Man macht aus Vermutungen Fakten! Man sollte nicht die Aufgabenstellung abändern oder Sachen dazu erfinden. Aber man kann mit guten Begründungen aus Unklarheiten Fakten machen. Am besten natürlich, wenn man sich mit anderen Studenten abspricht und diese einen ähnlichen Weg gehen. (Achtung: Auf keinen Fall abschreiben von anderen!)
3. Gliederung machen
Es hilft sehr eine Gliederung zu erstellen. Hier ist es empfehlenswert nach dem Top-Down Prinzip vorzugehen – also vom Groben zum Feinen. Die Gliederung kann sich – muss aber nicht – nach den Aufgabenstellungen richten. Zudem sollte die Gliederung auch nicht zu kompliziert sein. Also nicht zu viele Unterpunkte erstellen.
4. Recherchen
Meistens muss man eine Zielgruppenanalyse durchführen. Je nach Themengebiet ist sehr empfehlenswert sich die entsprechende Literatur zu beschaffen oder sich die passenden Webseiten dazu genauer anzusehen. Also angenommen man hat eine Ausgangssituation über das Segeln, macht es Sinn, sich entsprechende Zeitschriften zu besorgen. Wenn man die Zeit hat, kann man sich auch den Spass machen und beobachten, wer solche Zeitschriften im Laden kauft. Dann hat man schon mal ein grobes Bild von seiner Zielgruppe. Zeitschriften, bzw. Verlagshäuser haben immer Mediadaten, die meist schon eine sehr gute Zielgruppenbeschreibung beinhalten. Dies kann man sich zu Nutze machen. Oftmals gibt es die Mediadaten auch online auf den jeweiligen Seiten der Verlage. Ansonsten können auch allgemeine Studien hilfreich sein. Hier kann man Google fragen und vielleicht Schlagwörter wie “GfK” oder “TopLevel” verwenden. Manchmal werden sehr interessante Studien auch veröffentlicht.
Ein sehr beliebtes Thema bei Zielgruppenanalysen ist momentan das Sinus-Milieu. Es kommt also bestimmt gut an, wenn man das in irgendwie in seine Arbeit einbauen kann. Hier gibt es mehr Infos dazu: http://www.sociovision.de/loesungen/sinus-milieus.html.
5. Das äußere Erscheinungsbild muss stimmen
Achtet darauf, dass das äußere Erscheinungsbild eurer Arbeit stimmt. Nehmt also hochwertiges Papier und lasst es am besten in einer Druckereien (zur Not auch Copyshop) drucken. Verwendet einen sauberen Umschlag – am besten mit Klebebindung. Ringbindung ist oft bei den Dozenten nicht so angesagt. Achtet darauf, dass der Anhang auch in einer angemessenen Form präsentiert wird. Also lose Blätter sind zu vermeiden. Überhaupt solltet ihr euch immer vor Augen führen, dass es euer “Meisterstück” ist und es entsprechend professionell umsetzen.
6. Hört auf eure Dozenten (ausnahmsweise…)
Wenn ihr wisst, wer eure Arbeit mal korrigieren wird – und das sind meistens die Dozenten, die euch unterrichten – dann achtet auf deren Vorlieben. Zum Beispiel gibt es vielleicht Dozenten die viel Wert auf OpenSource legen oder andere die total auf Cross-Media abfahren. Manche können vielleicht keine Ringbindung leiden und wiederum andere mögen nur eine bestimmte Art von Drucktechniken. Mit sowas kann man Pluspunkte sammeln.
7. Von der Masse abheben
Individualität ist immer gefragt und kommt meistens sehr gut an. In der Arbeit kann das z.B. ein aufklappbarer Projektplan, ein Glossar, ein Seite für Notizen, eine Lasche für den Flyer zum reinstecken (usw.) sein. Erlaubt ist alles was professionell wirkt und zum Thema passt.
8. Bereits bei der Erstellung der Arbeit an das Fachgespräch denken
Es ist hilfreich bereits bei der Erstellung der Facharbeit an den Aufbau der folgenden Präsentation, bzw. an das Fachgespräch zu denken. Oftmals werden im Fachgespräch Fragen zur Arbeit gestellt, die vielleicht nicht hundertprozentig erklärt worden sind. Soll heißen, man kann vielleicht bewusst manche technischen Details in der Arbeit offen lassen und darauf hoffen, dass sie im Fachgespräch abgefragt werden. Besser ist vielleicht noch Randthemen anzusprechen aber nicht zu vertiefen. Somit kann man sich entsprechend darauf vorbereiten. ABER VORSICHT! Hier muss man Feingefühl beweisen. Erklärt man in der Arbeit zu wenig, kann das zu Punktabzug führen.
9. Dramaturgie beachten und Punktegewichtung beachten
Wie ein klassischer Schulaufsatz auch, sollte eine Projektarbeit aus einer Einleitung, einem Hauptteil – bestehend aus einem Höhepunkt, evtl. einer Wende – und einem Schlussteil bestehen. Das erhöht den Spassfaktor (Spannung) beim Lesen und gibt der Arbeit auch die notwendige Basisstruktur.
Auf dem Aufgabenblatt stehen auch zu jeder Aufgabe die Punkte dabei. Es macht also Sinn, bei hoch gewichteten Aufgaben etwas mehr zu schreiben. Hier sollte man ausholen und doch einige Details beleuchten.
10. Anregungen bei anderen holen
Fragt bereits fertige Medienfachwirte oder Industriemeister d/p, ob ihr deren Arbeiten als Anregung verwenden könntet. ABER! Auch wenn das Thema ähnlich ist – schreibt niemals ab. Ich kenne Fälle wo dies entdeckt wurde und somit zum Nicht-Bestehen geführt hat.
Kontakt zu Medienfachwirten könnt ihr ab Januar 2010 über das neue Portal medienfachwirt-portal.de knüpfen. Bis dahin möchte ich euch mit meiner Arbeit vertrösten. Bei uns ging es um einen Würzburger Weinhändler dessen Umsatz stetig sank und auf der Suche nach neuen Vertiebswegen war. Die Kernaufgabe war die Erstellung einer Landing Page und einer Bannerstrecke. Leider habe ich die Aufgabenstellungen nicht mehr dazu. Die Arbeit wurde mit 97 Punkten bewertet.
DOWNLOAD IST IM MEDIENFACHWIRT-PORTAL.de MÖGLICH. Siehe den Artikel “neue-kategorie-gesamtkonzeption-im-medienfachwirt-portal” dazu.
Bei Fragen, Kritik und Ergänzungen, lasst doch alle daran teilhaben und schreibt es hier als Kommentar in den Blog.
Erste Abschlussprüfungen nach neuer Prüfungsordnung
3Ende November finden wieder die Abschlussprüfungen für die Medienfachwirte und Industriemeister Print & Digital statt. Besonders spannend sind die Prüfungen diesmal, da es die ersten nach neuer Prüfungsordnung sind. Die neue Prüfungsordnung untersagt die Benutzung von Hilfsmitteln, welche zuvor teilweise zugelassen waren. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Hilfsmittel in einer Prüfung nicht immer hilfreich sind und man oftmals nicht die Zeit hat um diese zu benutzen. Im Gegenteil man muss aufpassen, dass man nicht bei jeder Unsicherheit versucht ist nachzublättern und somit kostbare Zeit vergeudet.
Somit ist dieser Schritt von der IHK eigentlich gar nicht mal so unsinnig. Ärgerlich ist dennoch die Vorgehensweise bei der Einführung dieser neuen Prüfungsordnung. Man hat hierbei völlig ignoriert, dass es laufende Vorbereitungskurse gibt, welche sich an der alten Prüfungsordnung orientieren. Somit sind auch die Skripte entsprechend anders aufgebaut und man wird zweieinhalb Jahre mehr oder weniger falsch vorbereitet. Auch die Stundenaufteilung und deren Inhalte orientieren sich an der alten Prüfungsordnung. Hier spürt man also wieder deutlich, dass ein Vorbereitungskurs, auch wenn direkt bei einer IHK Akademie durchgeführt, mit dem zentralen Prüfungsausschuss nichts zu tun hat. Allerdings fraglich, ob sich die Skripte, bzw. Stundenpläne trotz Kenntnis der neuen Prüfungsordnung ändern werden. Man kann daran durchaus zweifeln.
Sinnvoller wäre es gewesen einen Stichtag zu wählen, der auch die laufenden Vorbereitungskurse berücksichtigt. Am einfachsten wäre es gewesen, wenn man nach Bekanntgabe der neuen Prüfungsordnung, noch zweieinhalb Jahre bis zur Einführung gewartet hätte. Somit hätten alle laufenden Kurse nach alter Ordnung abschließen können und die Bildungsträger eine Chance gehabt, die Lehrpläne nach der neuen Verordnung anzupassen.
Aber es ist ja auch relativ neu, dass man nun als “Fachwirt” an einer FH studieren kann , obwohl man kein Abi hat. Daher kam wohl auch Druck seitens der FHs bei der schnellen Einführung der neuen Prüfungsordnung.
Was bringt also diese neue Verordnung: Nur noch Einser-Durchschnitte? Bessere Medienfachwirte durch stupides Auswendiglernen? Mehr Wissensfragen und weniger Transferfragen, da diese praxisnäher sind? Naja, man wird sehen… ich bin gespannt.
Ich wünsche allen Prüflingen viel Glück und ich würde mich freuen, wenn Ihr Eure Erfahrungen von den “neuen” Prüfungen berichtet.
Präsentation und mündliche Prüfung bestanden!
5Heute Morgen hatte ich meine Präsentation der Gesamtkonzeption und anschließend das Fachgespräch. Die Präsentation darf maximal 15 Minuten dauern – ich brauchte 14:30 – und das Fachgespräch maximal auch 15 Minuten. Anwesend waren drei Prüfer (Zwei Herren und eine Frau).
Ich habe die Präsentation per Beamer vorbereitet und hatte zusätzlich zwei Ausdrucke im A0 Format dabei, um so einen Medienwechsel mit einzubauen. Die Präsentation lief eigentlich recht gut – bis auf meine zuvielen “ähms” bei denen ich mich selbst erwischt habe und dass ein Prüfer wohl durchblicken hat lassen, dass manche Folien etwas schlecht lesbar waren. (Er hatte sich immer nach vorne gebeugt und die Augen zugekniffen.)
Das Fachgespräch lief nicht so optimal. Zwar waren die Fragen eigentlich recht fair gestellt, doch habe ich bei manchen recht gestrauchelt. Lag wohl auch an der Aufregung. Für mich war vor allem das Schwierigste herauszufinden, auf was genau die Fragen abzielten.
Anschließend hat sich der Prüfungsausschuss 20 Minuten beraten und mir dann verkündet, dass ich bestanden habe.
Leider bekommt man kein Feedback und auch keine weiteren Details zur Note genannt. Das stört mich generell an der Benotung der IHK Prüfungen. Man weiß ja nie wirklich was man falsch gemacht hat. Man bekommt dann immer eine Note vorgesetzt und frei nach dem Motto “Take it or leave it” wars das dann. Das fördert nicht gerade den Lernprozess.
Nun muss ich am Freitag noch den ADA (AEVO) hinter mich bringen und dann darf ich mich offiziell “Medienfachwirt” nennen.
Das Ergebniss der Gesamtkonzeption ist da!
8Heute ist das sehnsüchtig erwartete Ergebniss meiner Gesamtkonzeption eingetroffen. Ich traute meinen Augen kaum: Ich habe 97 Punkte erreicht. Wow – da bin ich wirklich sehr überrascht und freue mich um so mehr.
Der Termin für die Präsentation ist der 23.09 um 10.30 Uhr. Das heißt nun richtig Gas geben und schnell meine Präsentation fertig machen. Wenn alles vorbei ist, werde ich die Arbeit in abegwandelter Form hier veröffentlichen. Mir hat es auch sehr geholfen, dass ich Vorlagen von anderen Medienfachwirten hatte. Dafür noch mal vielen Dank!
Mein privates Projekt, das Portal für Medienfachwirte, zieht sich doch noch etwas länger hin als ich dachte. Die Grundfunktionen stehen soweit, allerdings hat die Betaphase doch einige Fehler hervorgebracht, die es zu beseitigen gilt. Ich vermute mal, dass ich nach meiner Prüfung, also im Oktober, online gehen kann.
Bis dahin kann ich euch schon mal zwei Screenshots zeigen:
Hier seht ihr das Corporate Design. Die Herausforderung war/ist sicherlich alle Funktionen unter einem Hut zu bekommen, so dass die Nutzer auch damit zurechtkommen. Eine Idee ist, wichtige Suchfunktionen nach den Usern oder nach den Beiträgen in den Header zu integrieren. Das sieht gut aus und ist auch noch praktisch.
Hier seht ihr einen (Live!) Ausschnitt von der Suche nach Nutzer per Landkarte. Klickt man auf einen Punkt sieht man das Nutzer- “Kurzprofil”.
So schluss jetzt! Mehr verate ich nicht mehr. Also seit gespannt und schaut spätestens wieder im Oktober vorbei…
1. Prüfung Medienfächer überstanden
0Gestern habe ich meine erste Prüfung in den Fächern Mediengestaltung, Medienproduktion und medienorientierte Datenverarbeitung geschrieben. Die Prüfung dauerte 4,5 Stunden und war doch sehr anspruchsvoll. Der Schwerpunkt lag auf Zielgruppenanalysen und auf die Erstellung einer Image CD. Viel Videotechnik war dabei, was mir leider nicht so entgegenkam.
Nach so einer langen Prüfung bei der man 4,5 Stunden fast ununterbrochen schreibt, ist es wirklich schwer abzuschätzen was dabei rauskommt.
Egal! Erstmal abhaken und auf die nächsten 6 Prüfungen konzentrieren.


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